Deutschsprachige Piaget-Bibliographie - Titeldetails


Autor: Kreiser, Lothar
Titel: Logik im Spannungsfeld von Biologie und Psychologie.
Jahr: 1991
Herausgeber:    
Zusatz/Reihe: in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie
Ort: o.E.
Verlag:
Band: 39, Seite (10), Seiten 1083-1094
Schlüsselwörter: Erkenntnistheorie; Philosophie

Abstract:
Der Autor eroertert den Status logischer Gesetze vor dem Hintergrund der Psychologismusdebatte. Gefragt wird, ob die Geltung logischer Gesetze auf einem psychologischen Fundament basiert. Logische Gesetze werden als etwas begriffen, das zu befolgen ein Wesensmerkmal von bewusstem Denken ist, sodass mithin zwar das Logische im Denken erscheint, es aber in diesem Erscheinen nicht seinen Existenzgrund hat. Das Logische, so wird deutlich gemacht, existiert objektiv als Gesetzlichkeit des Geltungszusammenhanges zwischen Informationen. Ein Blick auf Piagets Entwicklungspsychologie macht deutlich: "Psychologie kann untersuchen, wie Logisches sich im Psychischen ausformt, aber unter Voraussetzung des Logischen." In der Evolutionaeren Erkenntnistheorie, wie sie von R.Riedel vertreten wird, zeigt sich eine moderne Variante des Psychologismus. Die Berechtigung der Evolutionaeren Erkenntnistheorie wird in der biologischen Begruendung der Prinzipien eines topologischen Begriffssystems gesehen. "Ein topologisches Begriffssystem wirft in der Tat nicht mit den Mitteln einer zweiwertigen logischen Theorie loesbare Probleme auf. Seine Aussagen haben einen ganz anderen logischen Status als jene, die eine klassische logische Theorie voraussetzen." Dies wird abschliessend in einer Gegenueberstellung der Urteilsstrukturen der klassischen Logik mit dem approximativen Schliessen verdeutlicht. (ICD)