Deutschsprachige Piaget-Bibliographie - Titeldetails


Autor: Giesen, Heinrich
Titel: Transpositionsverhalten und Verbalisation bei Kindern im Vorschulalter.
Jahr: 1969
Herausgeber:    
Zusatz/Reihe: Dissertation: Universität Marburg, Naturwissenschaftliche Fakultät
Ort: Marburg
Verlag:
Band:
Schlüsselwörter: Relation; Vorschulalter; Studie

Abstract:
Zum entwicklungspsychologischen Aspekt des Transpositionsverhaltens wurden zwei Versuchsreihen mit dem Groesser-Kleiner-Problem und eine Untersuchung mit dem Mittelgroessenproblem durchgefuehrt. Die Altersspanne der Versuchspersonen war auf das Uebergangsalter von anschaulicher zu verbalabstrahierender Orientierung und Verhaltensregulation begrenzt. Die sprachliche Kodierung wurde im Anschluss an die Pruefversuche mit Fragen festgestellt, die Aufschluss ueber den Selbstaendigkeitsgrad der Loesungsfindung und ueber die Entbehrlichkeit anschaulicher Hilfen geben. Generell wurde die Hypothese bestaetigt, dass Vorschulkinder, deren transponales Verhalten gegenueber Veraenderungen der absoluten Groessenauspraegungen in einem Unterscheidungsproblem relativ invariant ist, auch ein verallgemeinertes Verstaendnis des Loesungsprinzips aeussern. Die Zusammenhaenge zwischen Transpositionsleistungen und anderen Entwicklungsmerkmalen, die das Erkennen von Ordnungen bei anschaulichem Material oder Groessenkonstanzleistungen erfassen sollten, waren klein und unzuverlaessig. Lernmasse aus der Uebungsunterscheidung waren fuer Versuchsleitereffekte und Aenderungen der Leistungsbereitschaft anfaellig. Die Differenzierungskraft dieser Merkmale nahm um so unzuverlaessig. Lernmasse aus der Uebungsunterscheidung waren mehr ab, je weniger sie zur befragten Verbalisation in Beziehung standen. In der Versuchsreihe zum Mittelgroessenproblem waren die individuellen Distanzgradienten so heterogen, dass die Gruppenwerte kein getreues Abbild der Einzelleistungen liefern konnten. Die Ergebnisse aus den beiden Versuchsanordnungen zum transponalen Verhalten koennen sich deshalb nicht gegenseitig unterstuetzen oder widersprechen. Die Befunde werden im Rahmen der Vermittlungstheorien und der Theorien von Piaget, Wygotzki und Luria eroertert. (Autor/Ulrike Fischer - ZPID)